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Villarrica - Innenstadt

Etwa176 km von Asunción entfernt liegt die kleine Stadt Villarrica del Espíritu Santo. Man nennt sie auch die "Wanderstadt" (Andariega), da sie sechs Mal ihre Lage wechselte. Sie musste wegen der ständigen Invasionen der «Bandeirantes» (brasilianische Banditen auf Sklavenjagd) in der Kolonialzeit neu gegründet werden.

Heute ist Villarrica die Hauptstadt des Departements Guairá. Sie repräsentiert die Mentalität von Paraguay. Villarrica ist die Wiege vieler Künstler und Intellektueller, wie zum Beispiel des Dichters Manuel Ortiz Guerrero, der die Texte zu Musikstücken wie «India»oder «Panambi Vera» schrieb.

Der Name Villarrica wurde von Kapitän Ruy Díaz Melgarejo ausgewählt. Die Stadt wurde am 14. Mai 1570 von Kapitän Ruy Diaz de Guzmán gegründet, denn zu dieser Zeit vermutete man Gold- und Silberminen in dieser Gegend. Sie lag etwa 40 Meilen östlich von Ciudad Real in der Provinz von Guairá. Das Land gehörte dem Häuptling Cuaracybera.

Insgesamt fünf Mal wurde die Stadt an einen anderen Ort verlegt, bis sie durch königliche Verfügung vom 12. März 1701 zum letzten Mal an der heutigen Stelle neu aufgebaut wurde.
Jetzt ist Villarrica ein bunte Stadt, mit Hügeln voll von Orangenbäumen. Die ca. 54.000 Einwohner sind fröhlich und sehr freundlich zu ihren Gästen.

Auf dem Heldenplatz stehen viele Statuen und Monumente, die die Schlachten des Chacokrieges im Uhrzeigersinn rund um den Heldenplatz beschreiben. Es gibt viele öffentliche Parks, an dessen Bäumen sich Informationstafeln befinden. Die bunten "Carumbé", das sind Pferdekutschen, werden dort als Taxi benutzt. Villarrica ist ein wichtiges Kulturzentrum, eine von Dichtern besungene Stadt, vom Ybyturuzu-Gebirge umgeben, mit einer imposanten Kathedrale aus der Franziskanerzeit, Ycuá Pytá, dem Park "Manuel Ortiz Guerrero" und dem nicht weniger berühmten "Tororó"-Felsen, an dessen Höhlenwänden Zeichnungen zu finden sind, die man den Wikingern bei ihren Besuchen in der Zeit vor Kolumbus zuschreibt.

 
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