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Persönliche Einkommensteuer - Neuheiten in den Durchführungsbestimmungen ermöglichen, dass man wenig oder gar nichts bezahlt

Dr. Ricardo Rodriguez Silverovon Dr. Ricardo Rodriguez Silvero - Einige Personen sind heute der Meinung, dass sie bezüglich der persönlichen Einkommensteuer unvorsichtig waren, als sie sich im vergangenen Jahr als Steuerbürger für diese Steuer einschrieben und ihre Vermögenserklärung abgaben, wobei sie Kosten für Notare u.ä. hatten. Nachdem die Inkraftsetzung der Steuer verschoben wurde, war alles, was sie getan hatten, nutzlos gewesen. Sie hätten einen Haufen Zeitverlust und Kosten vermeiden können. Jetzt fängt alles wieder von Neuem an. Zwei Fragen bewegen dabei die Leser: Jetzt gibt es wieder eine Initiative im Kongress, um wiederum das Datum der Inkraftsetzung zu verschieben. Warum jetzt wieder alles dieses tun, wenn das wiederum verschoben werden kann? Ist es wahr, dass die neuen Durchführungsbestimmungen zu Gunsten des Steuerzahlers ausgelegt sind?

Im Jahr 2006 waren es mehr als 1.600 Personen, die die Bestimmungen (der Einschreibung) der persönlichen Einkommensteuer erfüllten. Sie hatten auf die Formalisierung gesetzt, wurden aber durch die nicht vorhersehbaren Spielregeln in diesem Land enttäuscht. Das ist ein Teil der rechtlichen Unsicherheit. Wenn die Regeln nicht klar, vorhersehbar und langfristig gültig sind, dann ist es schwer, eine für Investitionen und Gesetzestreue günstige Umgebung zu schaffen.

Bezüglich der neuen Initiative einiger Parlamentarier, nochmals das Inkrafttreten der „Steuer auf Dienstleistungen persönlicher Art“, mehr bekannt als persönliche Einkommensteuer oder IRP, zu verschieben, ist es wirklich schwer vorauszusagen, was passieren kann.

Es ist unmöglich vorher zu wissen, welche Haltung der Kongress einnehmen kann. Zu anderen Gelegenheiten haben sie absolut unvorhersehbare Positionen eingenommen, besonders was die Gesetzgebung anbetrifft. Manchmal zerbrechen die Mehrheiten für irgendeine gesetzliche Regelung wegen unterschiedlicher Wahltaktiken, so dass sich neue Mehrheiten gegen die angestrebte Regelung bilden.

Dennoch ist meine Empfehlung, sich für den Fall vorzubereiten, dass die persönliche Einkommensteuer dieses Jahr in Kraft verbleibt. Dafür müssen einige wichtige Sachen berücksichtigt werden: Feststellen, wann man die von der Steuer erfasste Einkommenshöhe erreicht (zurzeit 12 monatliche Mindestlöhne, also 146,4 Mio. Guaraníes), und sich im folgenden Monat einschreiben und von da an die Kosten- und Investitions- und Eingangsbelege geordnet ablegen, und 90 Tage nach Einschreibung die eidesstattliche Anfangs-Vermögenserklärung (DJPPI) einreichen. Wegen Liquidation und eventueller Zahlung braucht man sich heute noch keine Sorgen zu machen. Das entsprechende Steuerjahr schließt erst am 31. Dezember dieses Jahres. Es gibt dann noch Zeit bis zum 30. Juni 2008, um zu zahlen (oder gar nichts zu zahlen)

Die neuen Durchführungsbestimmungen der persönlichen Einkommensteuer, die heute gelten, weisen mehrere Vorteile für die Steuerbürger auf. Darunter sind folgende besonders hervorzuheben:

- Um zu berechnen, wann man die von der Besteuerung erfasste Einkommenshöhe erreicht, muss man nur noch die steuerlich belasteten Einkünfte berücksichtigen. Zum Beispiel: um zu berechnen, ob Sie die 146,4 Mio. Guaraníes überschreiten, brauchen Sie nicht mehr ihre Rente oder Pension, Abfindungszahlungen, Bankzinsen, -kommissionen oder Gewinnzuweisungen zu berücksichtigen, auch nicht, wenn diese Einnahmen von Finanzierungsinstituten und Genossenschaften kommen, und auch nicht die 50% der von Ihnen eingenommenen Dividenden usw.
- Die Außenstände aus vergangenen Geschäftsjahren, die in der Vermögenserklärung angegeben wurden, werden nicht von der Besteuerung erfasst.
- Kosten im Ausland, persönlicher Art und die der Angehörigen, für die man sorgepflichtig ist, sind, sofern sie korrekt belegt sind, vollkommen absetzbar.

Der absetzbaren Kosten sind heute so viele, dass jemand, der Erhalt und Ablage der gesetzeskonformen Belege (Kosten, Investitionen und Geldeingänge) gut organisiert, wahrscheinlich sehr wenig oder gar nichts mehr bezahlen wird. Was mit der persönlichen Einkommensteuer angestrebt wird, ist die Formalisierung der Wirtschaft.

Es schreibt für Sie:
Dr. Ricardo Rodríguez Silvero
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