---------------------------- Republik Paraguay ----------------------------
Landeshauptstadt Asunción
Das Stadtratsmitglied der Partei des “Geliebten Vaterlands”, Rafael Villarejo, hat öffentlich beklagt, dass die Stadt im Rahmen der Kampagne gegen das Gelbfieber ohne öffentliche Ausschreibung in großem Umfang eingekauft habe. Der Einkauf ohne öffentliche Ausschreibung ist in dringenden Fällen zulässig. Dem Vernehmen nach werden diese dringenden Fälle aber auch immer ausgenutzt, um die Preise etwas anzuheben und die Differenz in unbekannte Taschen fließen zu lassen.
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Baupläne werden schneller bearbeitet
Baupläne wurden in der Asuncioner Stadtverwaltung schon immer schleppend bearbeitet. Diese Verzögerungen verschlimmerten sich nach dem Supermarktbrand des Ycuá Bolaños im Jahre 2004. Niemand in der Verwaltung hatte noch Lust, die Verantwortung auf sich zu nehmen, die Pläne abzuzeichnen. Jetzt brachte ein Vorstoß der Supermarktkammer die Lösung.
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„Irrtum“ in der Finanzdirektion
Die Finanzdirektion der Stadt Asunción wurde durch Anweisung der Bürgermeisterin Evanhy de Gallegos am 25. April einem kommissarischen Leiter unterstellt. Der bisherige Leiter trat zurück. Ihm wird vorgeworfen, Haushaltsabrechnungen verschiedenen Inhalts an Kontrollinstanzen gesandt zu haben.
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Prüfung in der Mandarin-Sprache
200 Paraguayer haben Ende April eine Prüfung in der chinesischen Mandarin-Sprache abgelegt, die vom Erziehungsministerium der Republik China (Taiwan) organisiert wurde. Für die Prüfung war ein Experte aus Taiwan angereist. Die Prüfung fand in der Asuncioner Columbia-Universität statt.
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Nachrichten aus dem Inland
Landbesetzung durch „Obdachlose“
Mitte April wurde eine Immobilie im Wohnviertel Universo der Stadt Mariano Roque Alonso durch so genannte „Obdachlose“ besetzt. Einige dieser Leute bestätigen, dass es der Bürgermeister war, der sie zur Besetzung anstiftete.
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29% kommt aus Ciudad del Este
Während einer Konferenz von Vertretern der freien Wirtschaft und der Direktorin des paraguayischen Zollwesens, Margarita Díaz de Vivar in Ciudad del Este wurde bekannt, dass 29% der paraguayischen Zolleinnahmen aus Ciudad del Este kommen.
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Nachlassverfahren Stroessner eingestelltaa
Das Nachlassverfahren des ehemaligen Diktators Alfredo Stroessner wurde durch Entscheidung des Richters Hugo Becker der Ablage zugesandt. Die Entscheidung bedeutet, dass die Opfer der Diktatur keine Entschädigungsforderungen finanzieller Art stellen können.
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Mehr Überfälle auf Omnibusse
Leitende Personen der Zentralgewerkschaft CNT haben bei Besprechungen mit dem Minister für Justiz und Arbeit beklagt, dass es eine Welle von Raubüberfällen auf Omnibusse und Verwaltungsstellen der Omnibusfirmen gebe.
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Paraguay und die Welt
Lugo befürwortet Entwicklung des Rindfleischsektors
Der designierte Präsident Fernando Lugo, der bisher in Unternehmerkreisen eher mit Misstrauen angesehen wurde, versucht weiterhin eine Annäherung, um das Misstrauen abzubauen. Bei einem Besuch in einem Kühl- und Schlachthaus betonte er seine Unterstützung für den Bereich der Rindfleischverarbeitung.
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USA dringt auf weiteren Kampf gegen Produktpiraterie
Ende April unterschrieben der paraguayische Außenminister, Rubén Ramírez Lezcano, und der Botschafter der USA, James Cason, eine Absichtserklärung bezüglich der Urheber- und Patentrechte. Die USA wollen technische Hilfe bei der Bekämpfung der Produktpiraterie leisten.
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Erstmalig Abgeordnete zum Mercosur-Parlament
Für das Parlament des Gemeinsamen Marktes Mercosur wurden bei der allgemeinen Wahl am 20. April erstmalig auch paraguayische Abgeordnete gewählt. Insgesamt stellt Paraguay 20 Abgeordnete, die in Abständen in jenem Parlament die Interessen ihres Landes vertreten sollen.
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Ausreichende Gasversorgung für den Winter
Bei der Haushaltsgasversorgung ist Paraguay ausschließlich auf argentinische Lieferungen angewiesen, was wegen der augenblicklichen Energieknappheit in Argentinien mit Schwierigkeiten verbunden ist. Die Gasversorgung für den paraguayischen Winter wurde jetzt von argentinischen Stellen garantiert.
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Aktuelle Wirtschaftsnachrichten
Es wird eng beim Haushalt 2009
Die neue Regierung unter Fernando Lugo tritt am 15. August 2008 an. Der Regierungsvorschlag des Haushaltsgesetzes 2009 muss jedoch nach der Verfassung bis spätestens 1. September dem Kongress zugeleitet werden. Die neue Regierung hätte demnach nur zwei Wochen Zeit, um einen Haushalt nach ihren Vorstellungen auszuarbeiten.
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Hohes Wirtschaftswachstum
Ende April konnte Zentralbankpräsident Germán Rojas mit Stolz bekannt geben, dass das Wirtschaftswachstum des Jahres 2007 mit 6,8% berechnet wurde. Selbst in den Boomjahren, als das zweistaatliche Wasserkraftwerk Itaipú aufgebaut wurde, hatte es derart hohe Ziffern nicht gegeben.
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Neue Bank
Die bisherige Bausparkasse Itapúa S.A. hat bei der Zentralbank den Antrag gestellt, als Bank zugelassen zu werden. Die notwendigen Prüfungsarbeiten könnten laut Zentralbankpräsident Germán Rojas noch etwa drei Monate in Anspruch nehmen.
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Schecksteuer abgelehnt
Die Rentenkasse der Bankangestellten ist seit Jahren in Schieflage. Der Vorschlag, zu ihrer Rettung eine Steuer von 1/ooo auf jeden in der Republik ausgestellten Scheck einzuführen, wurde jetzt vom Senat abgelehnt. Die Gesetzesvorlage geht zurück an die Abgeordnetenkammer, das Drama der Bankrentner geht weiter.
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Politik- und Parlament
Revolver geklaut
Am Wahltag, dem 20. April, versammelte sich viel Volks vor dem Heldenpantheon im Asuncioner Stadtzentrum, um dem gewählten neuen Staatspräsidenten Fernando Lugo zuzujubeln. Lugo wurde bereits von Beamten der Nationalpolizei bewacht, als er nach Feststehen seines Sieges zu der jubelnden Menge sprach.
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Schwester als First Lady
Eine der Fragen, die sich der designierte Staatspräsident Fernando Lugo stellen musste, war die Wahl einer Ersten Dame, die ihn bei protokollarischen Anlässen begleiten könnte. Seine Wahl fiel auf seine Schwester, da er als katholischer Bischof unverheiratet ist. Die künftige First Lady heißt Mercedes Lugo de Maidana, im Volk wird sie „Ña Meche“ genannt.
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Vatikan und designierter Präsident finden Modus vivendi
Nachdem der designierte Staatspräsident und ehemalige Bischof Fernando Lugo von verschiedenen Sektoren der katholischen Kirche hart angegriffen wurde, scheint sich nach dem Wahlsieg am 20. April eine Verständigung zwischen Kirche und Lugo anzubahnen.
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Schlimmes Fiasko für linke Splitterparteien
Nach Auswertung der Wahlergebnisse steht fest, dass die paraguayischen Wähler nach wie vor wenig Gefallen an radikalen, linksgerichteten Parteien finden.
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Land- und Forstwirtschaft
Petitgrain nach Japan
Im Departement San Pedro haben sich Kleinbauern in einer Genossenschaft namens „Cooperativa Rutará Limitada“ zusammengeschlossen, die jetzt direkte Lieferungen von Petitgrain nach Japan in die Wege leiten konnte.
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Genossenschaft in Mariano Roque Alonso in Schieflage
Die „Cooperativa Multiactiva Mariano Roque Alonso Limitada“ ist eine „multiaktive“ Genossenschaft, die als Spar- und Kreditgenossenschaft, aber auch als Produktionsgenossenschaft auftritt. Trotz der bisher allgemein günstigen Entwicklung des Genossenschaftswesens in Paraguay sieht man an diesem Beispiel, dass es auch schwarze Schafe geben kann, besonders wenn durch ungeeignete Verwalter die Schließung herbeigeführt wird.
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Fehlende Unterstützung für Mandioka-Verarbeitung
Für ungefähr 300 Mio. Guaraníes hatte das Landwirtschaftsministerium im vergangenen Jahr eine Fabrik zur Verarbeitung von Mandioca in der Ortschaft San Pablo erstellt. Der Fabrik fehlt jetzt das Rohmaterial.
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Weizenaussaat steht bevor
Nach Abschluss der Ernten der Sommerfrucht, meistens Soja, Baumwolle oder Sesam, begannen besonders im südparaguayischen Departement Itapúa bereits die Vorbereitungen für die Aussaat der Winterfrucht.
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Der designierte Staatspräsident Fernando Lugo hat am 1. Mai öffentlich bestätigt, dass Dionisio Borda der nächste Finanzminister sein wird. Borda hat als erster Finanzminister des jetzigen Präsidenten Nicanor Duarte Frutos gearbeitet, von 2003 bis 2005. Die Gründe seines Ausscheidens nach zweijähriger Dienstzeit sind bis heute unklar.
Schon in den ersten Tagen nach der Wahl war ersichtlich, dass die USA dem designierten paraguayischen Staatspräsidenten Fernando Lugo freundlich gegenüber stehen. Ausdruck dieser freundlichen Haltung war ein Anruf aus Washington. Wie Lugo selbst bekannt gab, hatte ihn US-Präsident George Bush am 24. April morgens angerufen.