------------------------------- Lateinamerika -------------------------------
Prozess nach Mord an Wiener Touristen-Paar
Zwei Jahre nach dem Mord an Peter Rabitsch (28) und Katharina Koller (25) in Bolivien stehen nun zwei der mutmaßlichen sechs Täter vor Gericht. Den Verdächtigen, einer von ihnen soll der Bandenchef sein, drohen bis zu 30 Jahre Haft. Ein Verdächtiger wurde im Vorjahr zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.
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Farmer setzten Stichtag
Bei einer Kundgebung in Cordoba am Sonntag, 20. April 2008, ratifizierten rund 10.000 argentinische Farmer ihren Willen, die Gespräche mit der Regierung fortzusetzen, warnten aber gleichzeitig davor, dass die Zeit der Waffenruhe ausläuft und der 2. Mai 2008 als Stichtag feststeht. In dem seit März anhaltenden Konflikt geht es um die Anhebung der Export-Steuer auf landwirtschaftliche Produkte.
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Hohe Steuern für Ölkonzerne
21/04/08 - Venezuela unterwirft ausländische Ölkonzerne einem neuen Steuergesetz. Das Parlament in Caracas billigte ein Gesetz, das die Ertragsabgabe auf 50 Prozent festsetzt, wenn der Preis pro Barrel Rohöl 70 Dollar (44,2 Euro) übersteigt. Bei einem Preis von mehr als 100 Dollar erhöht sich der Steuersatz auf 60 Prozent - zwischenzeitlich waren es rund 114 Dollar. Die Einnahmen aus dieser Steuer könnten neun Mrd. Dollar im Jahr erreichen, sagte Ölminister Rafael Ramirez. Damit weitet die Regierung von Präsident Hugo Chavez die staatliche Kontrolle über die in Venezuela tätigen Ölkonzerne weiter aus, um das Land in einen „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ zu führen. Der Experte Juan Carlos Sosa vom venezolanischen Branchenmagazin „PetroleoYV“ sagte, das neue Gesetz werde ausländische Unternehmen veranlassen, weitere Investitionen in Venezuela zu überdenken.
Fund mit Fragezeichen
Ein Erdöl-Fund vor der brasilianischen Küste ist nach den Worten des Chefs der nationalen Petrolium-Behörde möglicherweise der weltweit größte seit 30 Jahren. Das Carioca-Gebiet könnte 33 Milliarden Barrel Öl-Äquivalent enthalten, sagte der Chef der Behörde, Haroldo Lima. Dies sei fünf Mal mehr als das jüngst entdeckte Tupi-Feld. Er habe die Daten von der staatlichen Ölgesellschaft Petrobras.
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Rauchwolke legt Buenos Aires lahm
Tagelang lag dichter Rauch über Buenos Aires und beeinträchtigte das Alltagsleben in der argentinischen Hauptstadt. Zeitweilig betrug die Sicht nur noch 100 Meter. Auf dem Stadtflughafen fielen zahlreiche Flüge aus, auch auf dem Überlandbusbahnhof Retiro und im Hafen war der Verkehr eingeschränkt. Ursache der dicken Luft waren Flächenbrände im Paraná-Delta, die außer Kontrolle geraten sind. Dort standen auf 70.000 Hektar Weiden und Felder in Flammen. Es wurden mehr als 300 Brandherde gezählt.
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Ecuador zerstört Rebellenstellungen
24/04/08 - Ecuador hat nach eigenen Angaben 15 kolumbianische Rebellenstellungen im Grenzgebiet zu Kolumbien zerstört. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, hoben Soldaten zudem zwei Kokain-Produktionsstätten in der Amazonas-Provinz Sucumbios aus. Bei den Einsätzen seien Waffen und Munition in großen Mengen sichergestellt worden. Ecuadors Präsident Rafael Correa hatte Armeeeinheiten zum Kampf gegen die FARC-Rebellen in den Norden des Landes in Marsch gesetzt.
Isabel Peron wehrt sich gegen Auslieferung
Die frühere argentinische Präsidentin Isabel Perón hat sich vor einem spanischen Gericht gegen die von Argentinien beantragte Auslieferung gewehrt. Die Anwälte der 77-Jährigen argumentieren, Perón könne nicht ausgeliefert werden, da sie inzwischen die spanische Staatsbürgerschaft besitze.
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Uruguayer feiern größte Grillparty der Welt
Insgesamt zwölf Tonnen Rindfleisch sind in der uruguayischen Hauptstadt Montevideo bei dem nach Angaben des Veranstalters "größten Grillfest der Welt" geröstet worden. An dem 1500 Quadratmeter großen Rost waren 1250 Grillmeister und 600 Helfer beschäftigt, teilte der Organisator, das staatliche Fleischinstitut Inac, weiter mit. Rund 20.000 Besucher verspeisten die Fleischmassen.
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Anti-Abtreibungs-Kardinal gestorben
24/04/08 -
Der kolumbianische Prälat Alfonso Lopez Trujillo, der als führende Stimme der Kampagne des Vatikans gegen Abtreibung, Kondome und Eheschließungen von Homosexuellen galt, ist mit 72 Jahren am 19. April 2008 in einer Klinik in Rom gestorben. Der Geistliche erlitt nach medizinischen Komplikatiopnen aufgrund seiner Diabetes einen Herzstillstand. Lopez Trujillo war 28 Jahre lang Leiter des Päpstlichen Familienrates. Ärzte, die Abtreibungen vornehmen, sollten nach seiner Ansicht exkommuniziert werden. In den 70er und 80er Jahren wurde er als erbitterter Gegner der Befreiungstheologie in Lateinamerika bekannt.
Chilenischer Exgeneral zu 15 Jahren Haft verurteilt
Im Zusammenhang mit dem Verschwinden eines Dissidenten während der Regierungszeit von Machthaber Augusto Pinochet ist der ehemalige Chef der chilenischen Geheimpolizei zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Manuel Contreras wurde für das Verschwinden von Marcelo Salinas verantwortlich gemacht, der nach seiner Festnahme 1974 zuletzt in einer Haftanstalt gesehen wurde und vermutlich tot ist.
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Erneut Tote bei Schießerei in Rio
Bei stundenlangen Schießereien zwischen Militärpolizisten und mutmaßlichen Rauschgifthändlern in einem Slum von Rio de Janeiro sind neun Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der brasilianischen Polizei handelte es sich bei allen Toten um Dealer. Sechs Menschen wurden demnach verletzt, einer davon schwer. Die Schießerei begann, als über 100 Mitglieder einer Eliteeinheit der Militärpolizei auf der Suche nach Verdächtigen in das Elendsviertel Vila Cruzeiro von Rio vorrückten. 14 Verdächtige wurden festgenommen. Außerdem beschlagnahmte die Polizei Drogen und Waffen, darunter ein Maschinengewehr.
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Erneut Menschenrechtsaktivist in Argentinien verschwunden
07/05/08 - In Argentinien ist erneut ein Zeuge der Anklage in Prozessen wegen Menschenrechtsverletzungen während der Diktatur verschwunden. Juan Evaristo Puthod wurde zuletzt gesehen, als er ein Zentrum zur Erinnerung an die Opfer der Militärdiktatur verließ, wie Präsidentin Cristina Fernandez kurz nach seinem Verschwinden mitteilte. Der 49-jährige Menschenrechtsaktivist erhielt nach Angaben seiner Familie vor rund eineinhalb Jahren Todesdrohungen. Kollegen fürchten, dass ihn ehemalige Sicherheitskräfte zum Schweigen bringen wollen. Puthod wurde in verschiedenen Geheimgefängnissen festgehalten und gilt als wichtiger Zeuge in mehreren Prozessen. Es werde eine umfassende Suchaktion gestartet, kündigte Präsidentin Fernandez im Fernsehen an.
Ericsson rüstet brasilianisches Mobilfunknetz auf
Ein 16-Jähriger hat in Brasilien ohne jegliche Reue zwölf Morde gestanden. Wie Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten, sollen alle Taten in den vergangenen drei Monaten in der von deutschen Einwanderern geprägten Stadt Novo Hamburgo im südbrasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul geschehen sein. In sieben Mordfällen hätten Ermittler inzwischen die Angaben des Jugendlichen bestätigt.
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Rückrufaktion für VW Fox
Volkswagen muss in Brasilien fast alle seiner dort verkauften Fox-Modelle zurückrufen. Das brasilianische Justizministerium habe die brasilianische VW-Tochter aufgefordert, innerhalb von 60 Tagen die 470 .000 Fahrzeuge zurückzuholen, wie Volkswagen in Sao Paulo mitteilte. Zahlreiche Kunden hätten sich an dem Klappmechanismus am Rücksitz des Autos verletzt.
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Chavez fordert Freilassung ziviler FARC-Geiseln
21/04/08 - Venezuelas Präsident Hugo Chavez hat die kolumbianischen FARC-Rebellen aufgefordert, alle zivilen Geiseln freizulassen. Er könne verstehen, dass die Rebellen Soldaten oder Polizisten gefangen nähmen, erklärte Chavez in Caracas. Für die Verschleppung der früheren Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt und anderer Zivilisten habe er jedoch kein Verständnis. Chavez versicherte, er werde sich auch weiterhin um die Freilassung der von den kolumbianischen Rebellen entführten Geiseln bemühen. Auf seine Vermittlung hin waren bereits mehrere Verschleppte freigekommen.
Neuer Wirtschaftsminister: Lousteau geht, Fernández kommt
Das Spiel für Martín Lousteau an der Spitze des argentinischen Wirtschaftsministeriums ist vorbei. Der junge Volkswirtschaftler (39) präsentierte Staatspräsidentin Cristina Fernández de Kirchner jetzt seinen Rücktritt. Sein designierter Nachfolger ist der auf Öffentliche Finanzen spezialiserte Ökonom Carlos Rafael Fernández (54).
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Landwirtschaftsverbände verlängern Streikpause
Die Repräsentanten der vier größten Landwirtschaftsverbände Argentiniens haben sich auf eine Verlängerung der Streikpause geeinigt. Nach intensiven Kontakten zwischen der Regierung und den Vorsitzenden der Gewerkschaften Sociedad Rural, Federación Agraria, Confederaciones Rurales und Coninagro, kamen die Vorsitzenden überein, die Blockaden und Protestaktionen nicht wie geplant Anfang Mai wieder aufzunehmen, sondern bis Ende des Monats auszusetzen.
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Protest gegen Biosprit für Deutschland
In Argentinien hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace gegen den Export von Biodiesel aus Sojabohnen nach Deutschland protestiert. Zwei mit Deutschland-Fähnchen geschmückte Autos deutscher Hersteller wurden vor das Landwirtschaftsministerium in der Hauptstadt Buenos Aires gefahren, berichtet die Tageszeitung "Clarín".
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Stadion "La Bombonera" in Argentinien gesperrt
Der südamerikanische Fußballverband (CONMEBOL) hat beschlossen, das Stadion "La Bombonera" der Boca Juniors in Buenos Aires vorübergehend zu sperren. Außerdem wurde der argentinische Verein zu einer Geldstrafe von 30.000 Dollar verurteilt. Grund ist eine Attacke auf einen Schiedsrichter-Assistenten im Achtelfinal-Hinspiel des Copa Libertadores.
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Chile setzt auf Blaubeeren und Hass-Avocados
Chile exportiert Obst und Gemüse in weltweit 70 Länder: In der Saison 2006/2007 erreichten die Fruchtexporte 2,47 Milliarden US-Dollar, das entspricht rund einem Viertel der Gesamtexporte im Lebensmittelbereich. Neben seinen Tafeltrauben, bei denen das Land weltweit der größte Erzeuger ist, und weiteren „Klassikern“ wie Apfel, Pflaume und Kiwi wollten die chilenischen Produzenten auf der diesjährigen FRUIT LOGISTICA vor allem zwei Kulturen bekannt machen: Blaubeeren und Avocados der Sorte „Hass“.
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